Soli-Video Bauwagenplatz Duisburg

In Duisburg Homberg gibt es seit 20 Jahren den Bauwagenplatz des
Vereines “Experimentelles Wohnen e.V.”. Dieser hat seit Anfang diesen
Jahres kein Anrecht auf das Gelände mehr. Auch wenn wahrscheinlich nicht
vor Sommer geräumt werden wird, muss bald eine Lösung für den letzten
gelebten Freiraum in Duisburg gefunden werden: Je mehr Druck auf die
Entscheidungstragenden ausgeübt wird, desto eher kann der Bauwagenplatz
in Duisburg bleiben!

Liebe Freundin und lieber Freund der Artenvielfalt und für ein Recht auf
Stadt,
bitte ‘spread the word’, teile das Video oder unterschreibe die Online-Petition.

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Festival X am 19.12. / Helfer*innen-Treffen am 18.11.

Das Netzwerk-X macht ein Soli-Festival für RÄPUBLIK & AVANTI und hat dafür massig Bands gewinnen können. Am 18.11. gibts ein offenes Helfer*innen-Treffen. Auch eine Gelegenheit mal jemanden von AFFE zu treffen – gab ja länger kein offenes Treffen mehr. Kommt zahlreich!

Hier gehts zum Mega-LineUP
http://netzwerk-x.org/festival-x-soli-fuer-freiraeume/

Hier der Aufruf wie er auch hier steht:
http://netzwerk-x.org/festival-x-lineup-komplett-helferinnen-trefen-am-18-11-um-20-uhr-in-bochum/

Danke an alle, die sich auf die Ausschreibung gemeldet haben. Das Festival X ist voll mit Spitzenklasse und findet am 19.12. statt. Auch wenn die Bühnen voll sind, kann allerlei Hilfe hilfreich sein.

– Promotion (Flyer, Poster verteilen)
– Kasse machen
– Deko machen
– Auf-, Abbauen
– Tolle, unbekannte, utopische, anarchische, politische, sonstige Ideen (und Kunst kriegen wir auch immer unter)

LineUp hier:

http://netzwerk-x.org/festival-x-soli-fuer-freiraeume/

Alle sind herzlich eingeladen

http://rottstr5.de/Kontakt.html

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Stellungnahme zum Umgang mit Fotos bei Aktionen der K.AFFE

Liebe Demoteilnehmer*innen, liebe Pressemenschen, liebe Fotograf*innen,

zunächst einmal sind wir froh Euch alle dabei zu haben und freuen uns darüber hinaus wenn ihr die Aktionen dokumentiert und deren Inhalte verbreitet. Wir möchten Euch jedoch eindringlich bitten, keine Fotos zu knipsen bzw. zu veröffentlichen, die sich als Portraitaufnahmen zur Wiedererkennung einzelner Personen eignen. Es sei denn Ihr habt die ausdrückliche Zustimmung der betreffenden Person.
Es geht uns nicht nur darum, auch in Zeiten sozialer Netzwerke das Recht am eigenen Bild weiterhin anzuerkennen, sondern auch um konkrete Gefahren durch Polizeirepression oder Neonazis. Sicherlich sind nicht alle von uns im gleichen Maße persönlich davon betroffen, die ein oder andere Aktion erscheint zunächst sehr harmlos und natürlich wollen wir auch alle zu unseren Meinungen stehen. Es genügt jedoch ein Blick nach Dortmund um zu sehen, wie ein übergeschnappter Polizeiapparat und eine größenwahnsinnige Naziszene in der Lage sind Menschen zu terrorisieren, die sich für sozialen Fortschritt einsetzen.
Es ist uns wichtig, dass sich an unsere Aktionen auch Menschen beteiligen können, die nicht möchten, dass hinterher Portraitaufnahmen von Ihnen öffentlich verfügbar sind oder schlimmstenfalls sogar auf Facebook verlinkt werden, auch wenn anderen das vielleicht egal ist oder auch Freude bereitet. Wir haben diese Grundsätze selber zuletzt vernachlässigt, möchten uns dafür entschuldigen und alle anderen umso deulicher zur Rücksichtnahme auffordern.
Es gibt die Möglichkeit zu fragen, Bilder zu verpixeln und auch ansonsten genug schöne Fotomotive: Menschenmengen von hinten oder ausreichender Ferne, Transparente, Fahnen, Masken, Konfetti usw…

Solidarische Grüße
Eure AFFEn

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Picknick mit Fähnchen – Polizei greift hart durch! #RÄPUBLIK

Am vergangenen Sonntag (19. Okt.) nutzten sowohl die Bürgerinitiative Bärendelle (BIB) als auch die Kampagne AFFE das Eröffnungsfest der neuen Straßenbahnstrecke 109 am Berthold-Beitz-Boulevard um bei gutem Wetter und vielen Besucher*Innen (incl. Bürgermeister Paß) auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Während die BIB mit T-Shirts und Hochtransparent in der Menschenmenge deutlich machte, dass sich der Bürgermeister im Essener Westen nicht mehr blicken lassen kann, ohne mit der Forderung nach Freiräumen konfrontiert zu werden, erklommen 2 Affen an prominenter Stelle zunächst eine Mauer um während Paß´ Rede ihr Transparent zu präsentieren (BEITZ-BLVD. STOPPEN! KEIN 3. BAUABSCHNITT! KULTUR STATT ASPHALT!) und dabei eine rote Affen-Fahne zu schwenken.

Dieser Protest richtet sich gegen die Pläne von Stadt und Krupp, diese ohnehin wenig gebrauchte Straße, um ein noch überflüssigeres Teilstück zu verlängern. Unter immensem Kostenaufwand würde dann genau die Fläche platt gemacht, die Besetzer*innen in diesem Sommer unter dem Namen “R.Ä.P.U.B.L.I.K.” für eine kulturelle Nutzung auserkoren hatten. Ein toller Ort mit vielen brauchbaren Gebäuden und Möglichkeiten wäre dann für immer unter dem “Blinddarm der Boulevards” begraben.

Nach kurzer Zeit setzte der für die Veranstaltung zuständige Sicherheitsdienst sein Hausrecht durch und verwies die beiden Protestierenden aus dem abgesperrten Bereich. Diese zogen sich daraufhin auf den nahe liegenden Hügel des ehemals besetzten Kruppgeländes zurück, befestigten dort Banner und Fahne (von außen) am Zaun, legten sich in die Sonne und bekamen Besuch von einer weiteren Person zum Picknick zu dritt.

Damit war jedoch der Toleranzrahmen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung deutlich überschritten! Die herbei eifernde Polizei nahm zunächst Personalien auf, “ermittelte” für etwa 15 Minuten und stellte anschließend ohne weitere Diskussion Platzverweise sowie Anzeigen wegen “Durchführung einer unangemeldeten Versammlung” gegen die drei “Versammlungsteilnehmer*innen” aus. Außerdem ein Verfahren wegen “Verdacht auf Sachbeschädigung”, weil die mitgeführte schwarze Farbdose zur Beschriftung des Transparentes eventuell das Tatwerkzeug für ein ebenfalls schwarzes Graffiti an der Mauer auf dem Veranstaltungsgelände sein sollte. Wie und warum dieses etwa 6qm große Graffiti in mehreren Metern höhe während der Veranstaltung mit hunderten Besuchern und Sicherheitsdiest entstanden sein sollte blieb dabei das Geheimnis der Ermittler.

Trotz eigentlich besseren Wissens wurde mensch so mal wieder vom peinlichen Demokratieverständnis der Polizei überrascht. Hinter der offensichtlichen Lächerlichkeit lässt sich aber leider die zunehmende Repression erkennen, mit Hilfe von zurechtgebogenen Gesetzen jegliche Kritik an den herrschenden Verhältnissen im Keim zu ersticken.

blvd

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Nachbericht AFFE @ Optipark

Findet ihr hier in der AkDuell

http://akduell.de/2014/10/ehc-ueberfordert-mit-nachbarschaftsfest/

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k.affe @ optipark || so 12.10.14 – 16 uhr

Hallo liebe Freund*innen, Nachbar*innen und Interessierte!

Am Sonntag den 12.10.2014 ab 16 h wollen wir unsere neuen Nachbar*innen am Optipark in Essen (Haltestelle Krupp Hauptverwaltung) wilkommen heißen. Wir wollen die geflüchteten Menschen, die dort übergangsweise unterkommen mit Kaffee und Kuchen herzlich begrüßen. Bringt Kuchen Spielzeug, Kreide, Seifenblasen, Skateboards, Springseile, Kinderschminke oder andere schöne Dinge mit, die Bewohner*innen freuen sich bestimmt sehr darüber.

zur Lage am Optipark empfehlen wir

http://www.jujol.es/skizzenblog/2014/10/05/fluechtlingspolitik-zwischenreport-optipark/

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“AVANTI ist eine Idee” – Neues aus Dortmund

Wer geglaubt hat, das Avanti in Dortmund sei, nach der Räumung aus der Albertus-Magnus-Kirche, Geschichte, hat sich grob geirrt.
Die enorme Repression der Polizei scheint die Bewegung mehr gestärkt zu haben als sie zu unterdrücken. Ja, es handelt sich bei Avanti um eine Bewegung, die unabhängig von einem konkreten Raum weiterlebt und kämpft. Die Aktivist*innen schreiben: Avanti ist eine Idee!

Wie im Internet zu verfolgen ist scheint nun eine Aktion auf die nächste zu folgen. So wie z.B. die Reihe „Kultur wann und wo wir wollen“, die von den Aktivist*innen mit folgendem Text begründet wird:

“Durch die Räumung des sozialen Zentrums Avanti ist den Menschen der Nordstadt eine Möglichkeit genommen worden, Kultur frei auszuleben und ihre Umgebung nach ihren Wünschen zu gestalten. Kunst, Theater, Musik – Wir wollen den Menschen Zugang zu dieser Kreativität geben und dies tun wir unabhängig davon, ob wir ein Gebäude nutzen können! AVANTI IST EINE IDEE!
Der Wunsch, unsere Welt bunter, kreativer und vor allem mit mehr Leben zu gestalten, ist der Grund warum wir die Kultur nun auf die Strasse tragen!
Für mehr Freiräume! Für mehr Kultur! Für ein vielfältiges Dortmund!
Avanti lebt und kämpft!”

Im Rahmen dieser Reihe gab es in dieser Woche bereits eine Mal-Aktion für die Nordstadtvernissage 2.0 nach der sehr erfolgreichen ersten Ausstellung während der geduldeten Kirchenbesetzung und dann am Samstag (20.09.14) mehrere 5 min. Konzerte in der Dortmunder Nord- und Innenstadt.

Wir von der Kampagne A.F.F.E. waren schon während der Besetzung in der Albertus-Magnus-Kirche vor Ort und konnten uns von dem unglaublichen Potential der Idee überzeugen. Alles war bestens hierarchiefrei und selbstverwaltet organisiert und schon nach kürzester Zeit cool gestaltet. Die Hütte brodelte vor Energie und Lebensfreude. Selbst in der kurzen Zeit der Besetzung gab es schon jeden Tag Programm.

Am Freitag den 19.09.2014 fand nun der erste Avanti-Tresen im Dortmunder Nordpol statt, bei dem sich alle interessierten Menschen auf dem Laufenden halten oder aber auch einfach mit coolen Menschen ein Getränk schnabulieren können. Weitere angekündigte Tresen Termine sind der 10.10.2014 und der 17.10.2014 jeweils um 19 Uhr.

Wer Bock hat sich mal richtig auszupowern kann am Dienstag den 23.09.2014 an dem Avanti-Kissenschlacht-Flashmob auf dem Dortmunder Nordmarkt teilnehmen.

Mensch munkelt: Weitere Aktionen werden folgen!
Infos darüber gibt’s hier auf FB:
hXXps://www.facebook.com/pages/Soziales-Zentrum-Avanti/
und auf hXXp://avantizentrum.noblogs.org/. Am meisten erfährt Mensch aber bei Twitter hXXps://twitter.com/AvantiZentrum

Bei der Tanzdemo am Freitag in Essen konnten sich alle Teilnehmenden selbst ein Bild von der Energie der Avanti-Idee machen, als ein Aktivist aus Dortmund einen sehr lebendigen und kämpferischen Redebeitrag hielt.

Solidarität mit allen von Repression Betroffenen Avanti-Aktivist*innen!
Freiräume beginnen im Kopf!
„You never squat alone!“

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“Wir haben die Schlüssel!” Ein Nachbericht zur Tanzdemo am 19.09.2014

Am vorgestrigen Freitag (19.09.2014) fand, wie angekündigt, unsere Tanzdemo vom Essen-Westbahnhof zur Krupp-Hauptverwaltung statt. Etwa 200 Menschen versammelten sich vor dem Westbahnhof und zogen teils bunt, teils entschlossen oder auch beides durch Essen-West um sich für Freiräume stark zu machen. Viele unterschiedlichste Freiraum-Gruppen aus dem gesamten Ruhrgebiet waren vor Ort und brachten ihre Energie ein um für Freiräume und ein Leben fernab von Normativität zu kämpfen; Darunter der Rat der RÄ.p.u.b.l.ik., die Bürgerinitiative Bärendelle, die Avanti-Aktivist*innen aus Dortmund, Freiraum-Aktivist*innen aus Wuppertal u.v.m. Zur Eröffnung der Demo brachten wir uns erstmal mit dem Manifest „Von Detroit lernen“ des Recht auf Stadt Ruhr Netzwerks (http://www.rechtaufstadt-ruhr.de/von-detroit-lernen/) in die richtige gedankliche Stimmung.

Polizei macht Tamtam – Redner*innen machen Freude

(c) k. geling

Kundgebung an der Bärendelle (c) K. Geling

Neben dem offensichtlichen Ausdruck von Lebensfreude blieb aber auch der Unmut bzw. die Wut gegen die (Eigentums-)Verhältnisse und über die in vergangener Zeit abgelaufene Repression nicht außen vor. Während der Rede der parteilosen Ratsfrau Anabel Jujol vor der Bärendelle kam es zu einer Verhaftung eines Aktivisten. Dieser hatte einer anderen Aktivistin, bei der ein Polizist einen ACAB („All Cops Are Beautiful“ bzw. „Acht Cola, Acht Bier!“) Aufnäher entdeckt hatte, empfohlen ihre Personalien nicht anzugeben. Trotz mehrmaliger Aufforderung seitens der Demo-Leitung konnte die Polizei nicht einsehen, dass sie doch, außerhalb der Uniform, Teil desselben Kampfes sei und sich mal benehmen solle. Gegenüber dem die Rechtsordnung rechts überholendem Rechtsverständnis, welches zur Zeit in Dortmund und Wuppertal von der Polizei praktiziert wird, verhielten sich die Beamt*innen aber einigermaßen ok und grinsten viel. 

Grinsende (c) K. Geling

Grinsende (c) K. Geling

Um wenigstens ein bisschen Drohkulisse zu spielen, verlängerten wir den Aufenthalt an der Bärendelle und hörten drei Reden. Die erste von bereits erwähnter Anabel Jujol (Hier zu lesen: http://alturl.com/dwvq7), die sich u.a. für eine Aufhebung der Anzeigen wegen Hausfriedesbruch gegen die Räpublik-Aktivist*innen aussprach. Ihre Fraktion veröffentlichte noch am selben Tag eine Soli-Erklärung für die Kampagne-Affe (http://www.partei-piraten-essen.de/?p=331) Die anschließenden Reden eines Vertreters der Bürgerinitiative Bärendelle und eines AVANTI-Aktivisten aus Dortmund wurden zunehmend kämpferischer, was für Freude und Beifall sorgte. Nachdem die Polizei den eben festgenommen Aktivisten abtransportiert hatte und eine Gruppe sich bereiterklärt hatte diesem zum Präsidium zu folgen setzte sich die Demo wieder in Bewegung.

Funky-Breaks, Cyber-Kulisse und B. Beitz’ Comeback aus dem Totenreich

Show-Band & Hula (c) K. Geling

Show-Band & Hula (c) K. Geling

Bester Dinge legte unsere Show-Band heiße Funky-Breaks auf den Pritschenwagen und mit reichlich Hula-Hoop-Reifen zogen wir durch Altendorf zur Thyssenkrupp Zentrale. Wir ersparten uns an dieser Stelle ausufernde Kommentare zur architektonischen Vision der Thyssenkrupp’ler, die mit ihrem Pseudo-Cyber-Quartier Altendorf am liebsten gleich vollständig weggentrifizieren würden und richteten unseren Ohren lieber auf den knarzigen Drum n Bass Sound der, ausgehend vom Sound-Bike, zwischen den Glasfassaden hin- und her hüpfte. Soviel positive Stimmung – es war kaum auszuhalten! Auch die verbliebenen Krupp-Mitarbeiter*innen lauschten gespannt den folgenden Redebeiträgen.

Cybercube Thyssenkrupp (Foto: Bürgerinitiative Bärendelle)

Cybercube Thyssenkrupp (Foto: BI Bärendelle)

Zuerst gab es die Erklärung zur Besetzung des Krupp-Geländes des Rats der Räpublik zu hören (http://kampagne-affe.de/?page_id=133). Anschließend eine speziell für die Demo verfasste Rede unter dem Stichwort „Leerstände sind Gemeingut“ (http://kampagne-affe.de/?p=187). Ein besonderer Höhepunkt war die Soli-Erklärung der „Antifa aus Liebe zum Leben Essen (ALLE)“, in der auch die geschichtliche Rolle von Krupp zum Thema gemacht wurde. A.L.L.E. wörtlich „Nicht zuletzt möchten wir dort die Errichtung einer Gedenkstätte anregen, für die von Krupp ausgebeuteten und ermordeten Zwangsarbeiter*innen sowie für die Arbeiter*innen, die sich in den Märzaufständen 1920 noch versucht haben dem nationalen Wahn entgegenzustellen.“ (Ganzer Text hier: http://kampagne-affe.de/?page_id=139.)

Die Schlüsselübergabe

beit

Beitz’ Scheckübergabe (c) K. Geling

Den spektakulären Abschluss bildete das Comeback aus dem Totenreich des ehemaligen Krupp-Vorsitzenden Berthold Beitz, der der Kampagne Affe den Schlüssel für das Krupp-Gelände an der Frohnhauser Straße 95, sowie einen Scheck über eine Unsumme Geld überreichte. Der große Vorsitzende versicherte zudem, dass die Anzeigen wegen Hausfriedesbruch, genau wie er, bald Schnee von gestern seien. Während sich also die Toten und Lebendigen in den Armen lagen und die Demo ausplätscherte, warteten wir weiter gespannt auf die reale Wende in Sachen Leerstandspolitik. Diese Selbst-Sabotage des Ruhrgebiets muss ein Ende haben. Der Schlüssel ist Solidarität.

Anzeigen weg! Schlüssel her! Alles für Alle! 

allesfüralle

Alles Für Alle (c) K. Geling

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Leerstände sind Gemeingut! Ein Aufruf.

Dass im Ruhrgebiet Häuser besetzt werden ist überhaupt nicht der Punkt. Das mag cool klingen oder interessant, das erzeugt Aufmerksamkeit, aber das ist nicht der Punkt. Es geht darum, dass diese Räume gebraucht werden. Die Leerstände werden gebraucht. Als Projekträume, als Soziale Zentren, als Treffpunkte, als Wohnungen.

Es gibt Grenzen des Eigentums. Es gibt Grenzen der Verwaltung.

Da mögen sich manche wundern, die nichts wissen und sagen: „Kauft doch ein Haus!“ und andere, die den Wert des sozialen, solidarischen, inspirierten und reflektierten vergessen haben raten: „Fragt doch nach!“. Häuser kaufen, das können wir nicht und wenn wir es könnten, uns so organisierten, dann wollen wir es nicht um jeden Preis. Denn der Leerstand ist ein Skandal. Und dass es mit rechten Dingen zugeht, wenn wunderschöne, historische, denkmalgeschützte oder einfach praktische Räume verfallen und vermüllen oder abgeriegelt werden ist nicht einmal skandalös, sondern schlichtweg bescheuert. Ja, bescheuert.

Wer findet den oder die, der oder die wirklich versteht, warum das leerstehende Gebäude vor der Haustür nicht genutzt werden darf für Umsonstläden, für Kunstprojekte, für Gemeinschaftsküchen, für gemeinnützige Initiativen, obgleich sie alles selbst organisieren. Selbst organisieren: während die einen raunen, räumen Hausbesetzer*innen Häuser auf. Sie laden die Nachbarschaft ein und treffen eine Gesellschaft an, die vollgestopft ist mit kompetenten, diskussionsfähigen Menschen und faszinierenden Handwerker*innen aller Genres, die Lust auf einen gemeinsamen Ort haben.

Und die Politik? Legt, wenn überhaupt, Strategien für Künstler*innen auf. Umgarnt von der Fehlbezeichnung „Kreativwirtschaft“ gurken nun ein paar wenige Prekarier*innen in Kreativquartieren rum, an die, selbst dort wo sie erdacht wurden, kaum jemand glaubt.

Das hat allerdings kaum etwas mit unseren Anliegen zu tun, nur insoweit, als dass das Thema damit für die Politik abgehandelt scheint. Wir fordern, dass jedes öffentliche Gebäude, das leer steht, für eine Nutzung ausgeschrieben wird. Die Politik hat die Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen die Nutzer*innen nur für die Kosten aufkommen, die sie verursachen. Die Politik möge zudem eine Situation schaffen, in der Leerstand sich nicht mehr lohnt. Weder für die Stadt, noch für die großen Unternehmen, deren Liegenschaften im Ruhrgebiet ganze Stadtteile umfassen.

In besonderer historischer Verpflichtung sehen wir zuvorderst Thyssen-Krupp und RAG/Evonik.

Die Besetzung des Geländes auf dem Krupp-Hügel an der Frohnhauser Straße 95 war nicht symbolisch gemeint. Das Gelände wurde besetzt, weil es sich ideal für eine kulturelle Nutzung eignet. Das Gelände ist vergleichbar mit dem des selbstverwalteten, soziokulturellen Zentrum „Druckluft“ in Oberhausen. Die Forderung das Gelände für eine kulturelle Nutzung zu öffnen steht. Es stehen zahlreiche künstlerische und soziale Gruppen bereit, die auf dem Gelände eine für alle sinnvolle Nutzung sofort durchführen könnten.

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Danke!

Wer schon was sehen will von der Demo
Fotos bald hier und jetzt schon auf fratzenbuch

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