Erklärung des Rats der RÄ.P.U.B.L.I.K. – 30.07.2014

Weiter unten folgt eine Erklärung des “Rats der RÄ.P.U.B.L.I.K:”.

Wir, die Kampagne AFFE, möchten mit Thyssen Krupp verhandeln.
Thyssenkrupp äußerte sich gegenüber derwesten.de wie folgt: “Es müsste eine sinnvolle Zwischennutzung geben mit einer schwarzen Null für uns.“ Uns liegen mehrere Anfragen von gemeinnützigen Kulturvereinen
vor, die sich für eine Zwischennutzung interessieren. Darunter u.a.
“Für das Netzwerk X e.V.i.G.”, “Beatplantation e.V.” und “Denkodrom
e.V.”.

Auch eine Stellungnahme seitens der “Alfried Krupp von Bohlen und
Halbach-Stiftung (Krupp-Stiftung)” und der NRW Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft, die Mitglied im Kuratorium der Stiftung ist, wäre für
die sachgemäße Gestaltung des weiteren Prozesses dienlich.

Die Kampagne AFFE dankt insbesondere der Bürgerinitative Bärendelle
für die Organisation der Unterstützer*innen Kundgebung!

Wir danken für die bisherige Berichterstattung und verbleiben
mit freundlichen Grüßen

Kampagne AFFE

Zum Abschluss ein Zitat der Pressestelle der Polizei:
“Es kann auch schlechte Apfelschorle gewesen sein, die wie Urin
riecht. Das will ich nicht ausschließen. Wir werden jetzt keine
chemische Analyse durchführen lassen.” Quelle:coolibri.de

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ERKLÄRUNG DES RATS DER RÄ.P.U.B.L.I.K:

Rat der RÄ.P.U.B.L.I.K.
( Räume für Politik Ungewissheit Bedingungslose Liebe Ideologiekritik und Kunst )

Stellungnahme am 30.07.2014 #RÄPUBLIK

Wir haben die weiße Krupp-Villa “am Hügel” im Essener Westen am Montag für einen Tag besetzt gehalten. Aus Gründen, die zuvor bereits in mehreren Erklärungen veröffentlicht wurden. Obwohl die Verantwortlichen von Krupp und seinen Sicherheitsdiensten den ganzen Tag ratlos auf dem Gelände standen ohne zur Kommunikation in der Lage zu sein, wurden wir am späten Abend geräumt.

Im Gegensatz zu den zuerst eingesetzten örtlichen Poliizeikräften, die durch unangenehmes Gehabe auffielen, verhielten sich die Kollegen von der Wuppertaler Einsatzhundertschaft weitestgehend zivil und professionell. Auch nachdem sie einem auf dem Dach sitzenden Aktivisten die Scheibe unterm Hintern zertrümmerten.

Im Vergleich zur Räumung der Bärendelle können wir hier ein Lob an unseren Gegner im Bereich Fairplay aussprechen. Auch mit dem spektakulären Hubschraubereinsatz knapp vor dem Unwetter konnte das Action-Niveau im Vergleich zum Räumpanzer vom letzten Jahr beinahe überboten werden.

Bei dem in der Presse kolportierten Urin-Schauer können wir unsererseits versichern, dass es sich um Apfelsaftschorle handelte. Bei einem längeren Verlauf der Belagerung hätte es jedoch zu “flying toilets” aus den Fenstern kommen können.

Abgesehen von der sanitären Situation befand sich das Haus sowie das gesamte Gelände aber in einem für uns annehmbaren Zustand. Wir warten weiter auf eine Kontaktaufnahme durch den Eigentümer und freuen uns auf einen konstruktiven Dialog.

Wir hatten eine schöne Zeit auf einem tollen Gelände bei Musik und leckerem Essen, mit toller Unterstützung in der Nachbarschaft. Ein großes Dankeschön an die Bürgerinitiative Bärendelle und alle Unterstützer*innen! Vielleicht können wir nächstes mal wieder alle zusammen feiern. Wir würden uns freuen, wenn immer mehr Leute mitmachen!

Das in der Presse das Bild von Jugendlichen und jungen Kreativen unsere Systemkritik überlagert können wir in dieser Phase der Auseinandersetzung hinnehmen. Wir freuen uns auf die Zeit in der auf Krupp die rote Fahne weht.

Wir verbleiben mit solidarischen Grüßen nach Wien, in den Hambacher Forst, nach Berlin, nach Hamburg und in die ganze Welt: You never squat alone!

Bis demnäxt

Rat der RÄ.P.U.B.L.I.K

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